CARITAS-PIRCKHEIMER-ALTENHEIM

Von-Soden-Str. 27, Tel. 81 88 2 - 0 / Ltg. Ilona Hauenstein/ Heimbeirat Elisabeth Henning

ALTENHEIM CARITAS-PIRCKHEIMER

feiert 25jähriges Jubiläum

Dienst an den Menschen ist Gottesdienst


Altenheim und lebendiges Haus – passt das zusammen? Für die Leiterin des Altenfurter Altenheims Caritas Pirckheimer, das in diesem Jahr 25jähriges Be­stehen feiert, unbedingt. Ilona Hauenstein charakterisiert das Heim, dessen Lei­tung sie vor 2 ½ Jahren von Karl Rester übernommen hat, als „Lebenshaus“, in dem Seniorinnen und Senioren sich daheim und wohl fühlen sollen, in dem sie nicht bevormundet werden, in dem alle zusammen leben wie in einer großen Familie: „Das ist die Philosophie des Hauses“.

Die derzeitige Heimleiterin Ilona Hauenstein mit ihrem Vorgänger Karl Rester beim Sommerfest

 

90 alte Menschen wohnen aktuell in der Altenfurter Caritas-Einrichtung – sie ist voll belegt, Anfragen gibt es immer. „Die Zahlen sprechen dafür, dass das Haus in guten Händen ist“, bemerkte Burkhard Lenz, Pfarrer des Pfarrverbands Altenfurt beim Jubiläumsfest und erinnerte an den Initiator, den in Altenfurt unvergessenen Pfarrer von St. Sebald, Leonhard Übler, dem es Anliegen war, in dem Stadtteil ein Heim für alte Menschen zu errichten. Unermüdlich hatte er mit Ehrenamtlichen aus der Pfarrei durch die Sammlung von Altpapier, Altglas und anderem wieder verwertbarem Material das Geld für den Erwerb des Grundstückes gegenüber der Pfarrkirche zusammengetragen. Darauf baute der Caritasverband für die Diözese Eichstätt das dreigeschossige Heim nach den Plänen von Architekt Robert Gruber. Eingeweiht wurde es am 24. Oktober 1987, benannt hat man es nach der Klarissen-Äbtissin Caritas Pirckheimer, die 1467 in Eichstätt geboren wurde und später in Nürnberg lebte und wirkte.
Das Maß christlichen Lebens sei die Liebe, so der Eichstätter Caritasdirektor Msgr Rainer Brummer in seiner Festansprache. Jesus habe diese Liebe vorge­lebt und den Seinen aufgetragen. Wie der Herr jeden einzelnen annehme und würdige, so wie er ist, seien auch die Menschen in seiner Nachfolge aufgeru­fen, den anderen mit all seinen Schwächen und Problemen liebend anzuneh­men. Wenn dem Dienst an alten, gebrechlichen Menschen diese Gesinnung zu Grunde liegt, dann werde Glaubwürdigkeit und Echtheit erfahrbar, meinte Brummer. Solch ein Dienst am Menschen - gerade an bedürftigen und hilflosen - sei Gottesdienst. Der Caritasdirektor dankte ausdrücklich den Mitarbeitern des Altenheims für ihre alles andere als leichte Arbeit, die oft an die Substanz gehe und ermutigte, jeden Tag aufs Neue diesen Weg der Nachfolge einzu­schlagen..

Lebenshaus-Atmosphäre


Leiterin Ilona Hauenstein lobte den guten Geist, der im Haus herrscht. Mitar­beiter wie Bewohner trügen gleichermaßen bei, dass ein jeder in die Gemein­schaft einbezogen wird – so gut es für ihn geht. Es herrsche eine offene Atmo­sphäre im Haus; es gebe weder Ausgrenzung noch Selektion, der Stärkere helfe dem Schwächeren. Veranstaltungen und Angebote sind offen für alle. Nicht selten sind alle vor Ort in der Halle, dem beliebten „Marktplatz“. „Das hier ist kein Krankenhaus, kein reines Altersheim, sondern ein Wohn- und Lebens­haus“ sagt Hauenstein und betont, dass jede/r Bewohner/in individuell ge­schätzt und gefördert wird. Auch für die alten Leute müsse das Leben lebens­wert sein, sie sollen motiviert jeden Tag aufstehen dürfen, so die Leiterin, diese Philosophie sei gewachsen, - und in diesem Stil will man weiter machen. Der große Garten wird als zusätzlicher Lebensbereich ins Konzept einbezogen. Dort gibt es viele Plätze zum Verweilen, Grünflächen mit Blumenbeeten, ein Gartenhäuschen und einen Backofen, der bei Festen angeworfen wird. Auch freuen sich die Bewohner über die Hasen, die dort in selbst gebauten Ställen le­ben. Im Laufe des Jahres soll in dem 7500 qm großen Areal der Bewegungs­park „Zeitlos“ entstehen, der vor allem als Angebot für Demenzkranke gedacht ist.
In ihrem Grußwort lobte die für die Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwort­liche Abteilungsleiterin Hedwig Kenkel die „einzigartige Lebendigkeit“ im Haus,, sie bescheinigte Hauenstein und ihrem Team eine „große Motivation“ und „ein beeindruckendes Miteinander.“

Wichtige Außenkontakte


Das Altenheim Caritas Pirckheimer unterhält vielfältige Kontakte zu den ka­tholischen und evangelischen Pfarrgemeinden – beide Konfessionen sind bei den Bewohnern anteilsmäßig nahezu gleich vertreten – zu Kindergärten, Chö­ren und Vereinen, damit die Senior/inn/en in das Leben des Stadtteils einbezo­gen werden. Für weitere Außenkontakte sorgen die vielen Ehrenamtlichen, die mit den festen Mitarbeitern Hand in Hand zusammen zum Wohle der Bewoh­ner im Einsatz sind. Auf Fort- und Weiterbildung legt die Heimleitung großen Wert. Damit demenzkranke Menschen kompetent betreut werden können, ha­ben sich die Mitarbeiter Zusatzqualifikationen in „Gerontopsychiatrie erwor­ben.
Anlässlich des Jubiläums wurden Mitarbeiter und Ehrenamtliche der ersten Stunde geehrt. Dazu gehörte auch der erste Heimleiter Karl Rester, der sich auch jetzt als Ruheständler regelmäßig sehen lässt und u.a. die Bewohner bei ihren Ausflügen als Reiseleiter begleitet.
Ulrike Pilz-Dertwinkel

Neu Erlebnisgarten Zeitlos eröffnet. Hier klicken