Nürnberg, 16.4.2021

Kirchortsrat Altenfurt und Kirchortsrat Moorenbrunn an die Gemeinde St. Johannes der Täufer


Liebe MitchristInnen, liebe MitbürgerInnen,

in den letzten Wochen gab es viel Aufregung in unserem Stadtteil hinsichtlich des Areals rund um die Rundkapelle. Die heftigen Reaktionen aus der Bürgerschaft, nicht nur aus der Kirchengemeinde, machten allen Beteiligten deutlich, welch große Bedeutung das gesamte Ensemble für die Menschen hier vor Ort, aber auch für die angrenzen-den Stadtteile und ganz Nürnberg hat. Dies zeigte eine Kundgebung am 13. März mit ca. 400 TeilnehmerInnen ebenso wie die große Beteiligung an der Unterschriftenaktion.

Am 27. März konnten Hans Grander und Cornelius Carstensen als Vertreter des Vereins „Freunde der Rundkapelle“, Dr. Claus Schmid von der Bürgerinitiative „RETTET DEN RUNDKAPELLENPLATZ“ und Waltraud Anderl (Kirchortsratsvorsitzende Altenfurt) Listen mit 1300 Unterschriften persönlich an Herrn Bischof Dr. Gregor M. Hanke und an seinen Generalvikar Pater M. Huber in Eichstätt übergeben. Dabei erhielten sie in einem einstündigen Gespräch Gelegenheit, ihre Sorgen, aber auch Lösungsvorschläge darzulegen. Ziel der gemeinsamen Initiative war es, in Eichstätt auf die Bedeutung des historischen Areals um die Rundkapelle mit Weiher und Schlösschen aufmerksam zu machen und für dessen Erhalt in kirchlicher oder gemeinnütziger Hand zu plädieren. Das gesamte Ensemble soll weiterhin für die Kirche und die Öffentlichkeit erhalten bleiben.

Bischof Gregor Maria erinnerte sich dabei an zahlreiche Besuche in Altenfurt schon zu Zeiten von Pfarrer Übler – er betonte die „hohe Bedeutung der Frömmigkeit“ an diesem besonderen Ort.

Auf großes Interesse stießen Überlegungen, eine notwendige (Teil-) Sanierung des Schlösschens eventuell durch eine Beteiligung der Bürgerschaft zu ermöglichen. Auch die Gründung einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft o.ä. zum Erhalt des Ensembles wird ins Auge gefasst.

Auf Einladung der Bürgerinitiative werden sich am 22. April verantwortliche Vertreter aus der Kirchengemeinde, auch aus unserem neu gegründeten Sachausschuss, Pfarrer Lenz, der Generalvikar Pater Huber sowie Vertreter aus verschiedenen Vereinen, der Stadtverwaltung und der Politik unter Leitung von Ministerpräsidenten a.D.  Dr. G. Beckstein an einem „Runden Tisch“ treffen, um sich Gedanken über die Zukunft des Areals zu machen und nach einer guten Lösung zu suchen. Im Vorfeld gab es dazu schon eine Zusammenkunft der Leiter des Bürgeramts Ost und Süd mit den Vereinen vor Ort.

Insgesamt zeigt sich, dass das Engagement der Bürger innerhalb und außerhalb der Kirchengemeinde schon jetzt Erhebliches bewirkt hat. Die Verhandlungen mit dem Investor wurden beendet, nun bestehen sehr gute Möglichkeiten, neue Ideen für die Nutzung des Schlösschens in den Blick zu nehmen und konstruktive Lösungen zu finden. Dazu brauchen wir Sie alle mit Ihren Vorschlägen, Ihrem Mitdenken und Ihrer Unterstützung.  Willkommen sind uns auch Kritik und Anregungen von außerhalb. Sie als Mitglieder unserer Gemeinde und unserer Kirche haben aber ein besonderes Gewicht.  Wir freuen uns auf eine Pfarrversammlung (sobald es wieder möglich ist), bei der wir offen mit Ihnen über verschiedene Möglichkeiten diskutieren können.

 

Die derzeitigen Entwicklungen wecken berechtigte Hoffnung, dass für das gesamte Areal eine Lösung gefunden wird, die auch in Zukunft für Gemeindemitglieder und BürgerInnen eine umfangreiche Nutzung garantiert und den Erhalt des historischen Ensembles für lange Jahre sichert

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Helfen Sie dabei mit – gemeinsam können wir es schaffen!

 

Kirchortsrat Altenfurt

Vorsitzende: Waltraud Anderl, Tel. 83 61 70

Kirchortsrat Moorenbrunn

Vorsitzender: Klaus Reis, Tel. 800 22 42


Areal um die Rundkapelle

Information der Kirchenverwaltung

Liebe Angehörige und Freunde der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer,

 

ganz herzlichen Dank an alle, die ihr reges Interesse an der Rundkapelle und dem dazu gehörigen Areal bekunden. Ich sehe bestätigt, dass das Gelände von großer Bedeutung für uns alle ist. Viele konstruktive Vorschläge sind auf den Tisch gekommen und fließen in die Beratungen ein. Ein neugebildeter Sachausschuss des Pfarrgemeinderates, in dem auch Mitglieder der Kirchenverwaltung mitarbeiten, berät über das mögliche weitere Vorgehen. Ein besonderer Dank gilt denjenigen, die ihre Ideen und ihre Zeit in die Arbeit des Sachausschusses einbringen. Bitte beteiligen Sie sich weiterhin mit ihren Vorschlägen. Wir werden Sie regelmäßig über die weitere Entwicklung informieren.
  Ihr Pfarrer Lenz

 Sachstand


Die Kirchenstiftung kann den langfristigen Erhalt des Schlösschens nicht gewährleisten und beabsichtigt daher einen anderen Nutzer / Käufer für das Schlösschen und ggf. weitere Bereiche des Areals zu gewinnen.


 Die Diözese sieht folgenden Ablauf für den Verkauf aus Kirchenstiftungen vor; wir befinden uns gerade in der Phase 5 des dargestellten Ablaufs. Hinweis zur Phase 2: Das Ergebnis eines beauftragten Wertgutachtens steht pandemiebedingt noch aus

 

  1. Abstimmung in der Kirchenverwaltung über den Verkaufswunsch.
  2. Festlegung des angestrebten Verkaufspreises. Dieser muss mindestens dem ortsüblichen Quadratmeterpreisentsprechen (ggf. Bodenrichtwert) bzw. auf einem Wertgutachten basieren.
  3. Mitteilung der Veräußerungsabsicht an die Diözese (mit allen vorliegenden Unterlagen)
  4. Grundsätzliche Entscheidung im Gremium für offene Grundstücksfragen.
  5. ggf. Einholung weiterer Unterlagen (u.a. die Stellungnahme des PGR).
  6. Zustimmung der Diözese durch ein Gremium für offene Grundstücksangelegenheiten.
  7. Bei Grundstücksgeschäften über 100.000,00 € Genehmigung durch den Diözesanverwaltungsrat und das Konsultorengremium.
  8. Beauftragung eines Notariats mit der Erstellung eines Kaufvertragsentwurfs.
  9. Prüfung dieses Vertragsentwurfs durch die Rechtsabteilung/einen Rechtsanwalt im Auftrag der Diözese.
  10. Nach positiver Prüfung: Notartermin.
  11. Stiftungsaufsichtliche Genehmigung des Notarvertrages/Kaufpreiszahlung (Wiederanlage nach den Richtlinien der Finanzkammer) und grundbuchmäßige Eintragungen.


Ihre Kirchenverwaltung

Nürnberg, 13.3.2021

 

 

2. Information der Kirchenverwaltung


Liebe Angehörige und Freunde der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer,

 

in den letzten Tagen habe ich viele, zum Teil kontroverse, persönliche Gespräche mit Mitgliedern der Gemeinde geführt, sei es am Telefon, nach den Gottesdiensten oder zufällig auf der Straße. Deutlich wurde, wie wichtig für uns alle die Rundkapelle, der Kapellenplatz und das Schlösschen sind. Mein Eindruck in den Gesprächen war, dass wir in gegenseitigem Respekt für die Meinung des anderen eine gute Lösung finden wollen. Bitte beteiligen Sie sich weiterhin mit ihren Vorschlägen. Wir werden Sie regelmäßig über die weitere Entwicklung informieren.

Ihr Pfarrer Lenz

 

Sachstand

In enger Absprache mit dem Sachausschuss (SA) des PGR haben Mitglieder der Kirchenverwaltung mit den Verantwortlichen des Altenfurter Boulevards und des Bürgervereins Nürnberg Süd-Ost in der vergangenen Woche gesprochen. Mitglieder des SA/PGR sprachen mit den Vertretern der Stadt Nürnberg. Die kommenden Tage werden sowohl von den angesprochenen Gesprächspartnern als auch von der KV/dem SA genutzt, um offene Themen (z.B. Nutzungsmöglichkeiten/-wünsche) innerhalb der jeweiligen Gremien zu besprechen. Folgetermine für Anfang/Mitte April sind vereinbart.
Die KV möchte in der nächsten Zeit gemeinsam mit dem SA/PGR Klarheit gewinnen zur pastoralen Bedeutung und zum pastoralen Bedarf des gesamten Areals. Dabei ist die Bedeutung und der Bedarf der einzelnen Teile (Rundkapelle, Kapellenplatz, Schlösschen, Mesnerhaus/Sakristei, Remise und Weiher) sicher unterschiedlich zu bewerten.
Die Bedeutung der einzelnen Teile für den Stadtteil wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in allen Fällen mit der Bedeutung für die kath. Gemeinde übereinstimmen.
Diese beiden Sichtweisen/Bedürfnisse gilt es zu einer guten und nachhaltigen Lösung zusammenzufügen.
Uns ist bewusst, dass die Basis einer guten Lösung gegenseitiges Vertrauen und Respekt vor der Meinung des anderen ist. Dazu braucht es unter anderem eine offene und transparente, aber auch wertschätzende Kommunikation. Mit diesen Informationsschreiben wollen wir dazu beitragen.


Ihre Kirchenverwaltung

Nürnberg, 20.3.2021

 

 

Areal um die Rundkapelle
3. Information der Kirchenverwaltung


Liebe Angehörige und Freunde der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer,


in den letzten Tagen erhielt ich die unterschiedlichsten Ideen/Vorschläge im persönlichen Gespräch, per Brief oder E-Mail für das gesamte Areal des Kapellenplatzes mit der Rundkapelle, dem Schlösschen, dem Mesnerhaus/ der Sakristei, der Remise und dem Weiher.

 Vielen Dank dafür! Alle Ihre Vorschläge finden Eingang in die Gespräche in den Gremien (Pfarrgemeinderat, PGR; Sachausschuss, SA; Kirchenverwaltung, KV).

Wobei für mich der Vorschlag, die Wohnung des Pfarrers, d.h. meine Wohnung, in das restaurierte Schlösschen zu verlegen, keine Option ist. Mit dem Verständnis zu meiner Berufung wäre es unvereinbar, angesichts der weltweiten Herausforderungen auf dem Gebiet der Caritas und der Diakonie in ein restauriertes, denkmalgeschütztes Gebäude zu ziehen.

Sollte im Rahmen des pastoralen Planes, den der PGR in den nächsten Monaten erarbeiten wird, ein Umzug von mir sinnvoll sein, würde ich ohne Probleme in eine Wohnung in der Nähe der Kirche St. Sebald ziehen.


Ich freue mich auf das persönliche Gespräch mit möglichst vielen von Ihnen im Rahmen einer Pfarrversammlung, die hoffentlich bald möglich ist.

Ihr Pfarrer Lenz

Sachstand

Gemäß dem Ablaufplan (siehe Information der KV vom 13.3.21) finden keinerlei Verkaufsgespräche statt. Zwingende Voraussetzung für einen eventuellen Verkauf ist die Stellungnahme des PGR. Diese ist derzeit in Erarbeitung. Wie in der 2. Information der KV vom 20.3.21 erläutert, werden mit den unterschiedlichsten Interessengruppen Sondierungsgespräche geführt.
In enger Absprache mit dem Sachausschuss des PGR haben Mitglieder der Kirchenverwaltung die Sondierungsgespräche mit den Verantwortlichen des Altenfurter Boulevards fortgesetzt. Folgetermine für Anfang/Mitte April sind vereinbart. Die Sondierungsgespräche mit dem privaten Investor wurden am 19.3.21 beendet. Weitere Anfragen für Sondierungsgespräche wurden von der KV abgelehnt.
Die KV möchte in der nächsten Zeit gemeinsam mit dem SA/PGR Klarheit zum pastoralen Bedarf des gesamten Areals gewinnen. Erste Schritte dazu erfolgten in den Sitzungen des SA am 18.3.21 und des PGR am 23.3.21. Ein wichtiger Baustein ist dabei der zurzeit in der Entstehung befindliche pastorale Plan für die Gemeinde St. Johannes d. Täufer. Die Erstellung des pastoralen Plans ist eine wichtige Aufgabe des PGR. Die KV wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten für die Bereitstellung des vom PGR beschriebenen Bedarfs Sorge tragen. Wir begrüßen, dass der PGR den pastoralen Plan vor der Verabschiedung im Rahmen einer Pfarrversammlung mit möglichst vielen Gemeindemitgliedern diskutieren will.

 

Ihre Kirchenverwaltung

Nürnberg, 27.3.2021